Vereinsreise Kaiserstuhl

Dieses Jahr führte der Vereinsausflug nach Kaiserstuhl. Der Höhepunkt bildete eine Bootsfahrt auf dem Rhein, verbunden mit einem feinen Mittagessen an Bord der MS Kaiserstuhl. Ein kurzer Abstecher auf die deutsche Seite, ein Rundgang durchs Städtchen und die Besteigung des Oberen Turmes rundeten das Programm ab.

Beim Start im Urnerland präsentierte sich die Landschaft noch grau in grau, doch je mehr das Ziel in die Nähe rückte, umso mehr zeigte sich die Sonne. Beim obligaten Kaffeehalt in Mesaxrenschwand, ging es bereits gemütlich zu und her. In Kaiserstuhl wurde die muntere Schar freundlich empfangen und an Bord mit herzlichen Worten begrüsst. Nun gings zuerst rheinaufwärts bis zum Kraftwerk Eglisau-Glattfelden. Leider ist die Schleuse momentan defekt und die ursprünglich geplante Fahrt bis nach Eglisau nicht möglich. Bemerkenswert ist hier die Mündung der Glatt in den Rhein. Diese fliesst nämlich durch einen Tunnel in den Fluss. Nun wendete der Kapitän und es ging den Rhein hinunter bis zum Kraftwerk Rekingen.

Die Fahrt auf dem Rhein bot viele Einblicke in die Natur, aber auch in die Geschichte. Rechts und links säumt meist ein Waldgürtel die Ufer, so entsteht der Eindruck, man fahre durch einen Wald, dem die angrenzenden Dörfer sind kaum zu sehen. Man sah auch verschiedene Wasservögel, so etwa Kormorane, die den Fischen auflauerten. Wenn wir schon beim Essen sind, das Mittagessen auf dem Schiff mundete allen bestens und die Bedienung liess keine Wünsche offen. Nach mehr als zwei Stunden auf dem Wasser ging es auf dem Land auf weitere Entdeckungen.

Sowohl von der St. Antonius Kapelle auf deutscher Seite, wie auch vom Oberen Turm von Kaiserstuhl aus bot sich die Gelegenheit, die Aussicht zu geniessen über Dächer, Wiesen, Wälder und den Rhein. Apropos Turm, da waren 125 steilansteigende Treppen zu bewältigen, was die meisten Teilnehmer auch geschafft haben!

Die Rheinbrücke, vom Brückenheiligen St. Nepomuk beschützt, war früher ein wichtiger Übergang und wurde entsprechend gesichert. Nebst den Türmen und der Stadtmauer sicherten einst gleich drei Burgen diese Passage über den Rhein. Es handelte sich dabei um Weiss-, Schwarz- und Rotwasserstelz. Von diesen steht nur noch letztere, und zwar am deutschen Brückenkopf, besser bekannt als Burg Röteln. Die Überreste von Weisswasserstelz sind versteckt auf einem bewaldeten Hügel auf deutscher Seite und Schwarzwasserstelz diente beim Bau der Bahnlinie von Koblenz nach Winterthur als Steinlieferant. Aus jüngerer Zeit entdeckt man entlang des Schweizerufers immer wieder Bunker, welche teils verkauft, teils vermietet sind.

Die Heimfahrt führte über den Mutschellen mit einem Zwischenhalt in Unterlunkhofen. Gegen Abend gelangte eine etwas müde aber sehr zufriedene Gesellschaft im Urnerland an.