Auch Hörbehinderte lieben die Narrenzeit
Etliche kostümierte, maskierte und zivile Fasnächtler fanden sich zum Fasnachtstreiben vom Verein Hörbehinderter Uri im Kolpinghaus Altdorf ein. Zu den Klängen der Kapelle Echo vom Selderegg wurde das Tanzbein rege geschwungen und brachte manchen Tänzer, manche Tänzerin zum schwitzen. Die aufgekreuzten originellen Maschgäraadä brachten mit ihrem Getue die anwesenden Fasnächtler zum schmunzeln oder zum raten wer sich wohl hinter der Maske verstecken möge. Die geselligen Stunden gingen wie im Fluge daher freuen wir uns wieder auf die nächste Fasnacht.
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Besinnliche Adventsfeier im Kolpinghaus
Eine schöne Anzahl Mitglieder, Freunde und Gönner folgten am 8. Dezember der Einladung zur besinnlichen Adventsfeier und zum gemütlichen Beisammensein ins Kolpinghaus in Altdorf. Wer die Flucht vor der Hektik und dem Einkaufsrummel ergriff, der wurde reichlich belohnt und konnte die restliche Adventszeit mit Gelassenheit und innerer Ruhe angehen.
Marlis Albert und Präses Karl Muoser trugen die Weihnachtsgeschichte für einmal auf eine besondere Art vor. Die humorvollen Texte und die karikaturistischen Bilder entlockten manchem Teilnehmer ein Schmunzeln oder gar ein befreiendes Lachen. Genauso wie die Suche nach einer Herberge sehr harzig vor sich ging, behinderten auch die Tücken der Technik den reibungslosen Ablauf des Lichtbildervortrages. Je mehr die Technik spukte, desto aufmerksamer und gespannter verfolgten die Anwesenden die Geschichte der Herbergesuche. Die Panflötengruppe La Luna umrahmte den Vortrag und die ganze Feier mit weihnächtlichen Melodien. Sie ermunterte die Versammelten zum Mitsingen von altbekannten Weihnachtsliedern. Die leuchtenden Kerzen des Christbaumes liessen endgültig eine weihnächtliche Stimmung aufkommen. Dazu trug auch die zum Teil essbare Dekoration bei. Besonders die Anisgebäcke wirkten nicht nur schmückend sondern verführten so manchen gleich zum Hineinbeissen.
Nach dem gemeinsamen Schlusslied dankte Präsidentin Irena Zurfluh allen, die auf irgendwelche Weise zum guten Gelingen dieser Feier beigetragen hatten. Der Imbiss aus Annis Küche, „Boorryys“ (eine Urnerspezialität) mit Würstchen und das gemütliche Beisammensein und Plaudern rundete den feierlichen Anlass ab. Zum Schluss gabs für jeden den obligaten Grittibänz.
Die diesjährige Adventsfeier war zugleich der letzte Anlass unseres Vereins im Kolpinghaus unter der Ägide von unserem lieben Anni als Kolpingwirtin. Wir waren all die Jahre immer herzlich willkommen und sie hat uns immer mit einfachen Mitteln vorzüglich bewirtet. Anni durfte aus den Händen unserer Präsidentin ein Präsent entgegen nehmen. „Anni, herzlichen Dank für alles!“ Viel Freude und Zufriedenheit bei deinen Hobbys im neuen Lebensabschnitt, dem so genannten „Ruhestand“, wünschen dir der Vorstand und treuen Mitglieder unseres Vereins.
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Ausflug ins Freilichtmuseum Ballenberg
Verein Hörbehinderter Uri
Ausflug ins Freilichtmuseum Ballenberg
Der diesjährige Vereinsausflug führte ins Freilichtmuseum Ballenberg. Die Chauffeure Toni Bissig und Walti Zgraggen führten die aufgestellte Schar sicher ans Ziel. Beim Kaffeehalt im Hotel Landhaus ob Giswil stimmte Präsidentin Irena Zurfluh die Mitglieder gut ein und weckte so die Neugier für den bevorstehenden erlebnisreichen Tag.
Bei 100 ländlichen Bauten, die im natürlichen, parkartigen Gelände auf einer Fläche von 6600 Hektaren verstreut sind, konnte man unmöglich alles besichtigen. Auch bei den verschiedenen handwerklichen und gewerblichen Arbeitsmethoden, die vorgeführt wurden, musste man bei diesem Angebot eine Auswahl treffen. So machten sich die Leute in grösseren und kleineren Gruppen auf Entdeckungsreise durch die verschiedenen „Landesteile“. Im Walliserteil hörten selbst die meisten der Hörbehinderten schon von weitem die klappernde Mühle von Törbel. Im Alpgebäude von Campatsch sollte eine Kochdemonstration stattfinden, doch dem Gerstensuppenkoch standen einige im Weg, so dass er die Gruppe kurzerhand ins Freie komplimentierte. Beim Schnitzer ging es wesentlich gemütlicher zu und her. Er gab auch bereitwillig Auskunft über seine Tätigkeit und seine Skulpturen. Auch beim Käser war man willkommen und es stand sogar Tee und Kaffee bereit. Beim Spinnen und Weben konnte man ebenfalls die Arbeitsweise früherer Zeiten erleben und begutachten. Das Urnerhaus von Erstfeld gewährte einen Einblick in die Wohnsituation und den „Komfort“ der letzten Jahrhunderte aber auch, wie noch Mitte des vergangenen Jahrhunderts die Verstorbenen im Wohnhaus aufgebahrt wurden. Wenn man die Ohren spitzte, konnte man das Gemurmel der Psalter betenden Trauergäste vernehmen. Wieder zu den Lebenden zurückgekehrt, wagte mancher auf der „antiken“ Kegelbahn einen Wurf in die Vollen, dass die Kegel nur so purzelten.
Für das Mittagessen kehrte die schon etwas müde Schar im Restaurant Degen im Zentrum der Anlage ein. Das schmackhafte Mahl mundete allen gut und einige werweissten noch lange, was für ein geheimnisvoller Schnaps das Dessert so geistreich gemacht hatte. Wohlgestärkt gings nun auf die zweite Runde. Die meisten zogs gehn Süden, ins Tessin. Lachend verliessen einige einen Raum, in welchem sie sich von einem Spiegel in die Irre führen liessen, der einen Durchgang in einen anderen Raum vortäuschte. In anderen Teilen der Anlage konnte man einem Goldschmied beim Polieren eines Ringes zusehen oder im Teil östliches Mittelland war eine wasserbetriebene Sägerei zu besichtigen.
Was die Tier- und Pflanzenwelt angeht, konnte man ebenfalls in die frühere Zeit zurückschauen. Es sind sämtliche Nutztiere: von Bienen über Hühner und Kaninchen, Schafe, Schweine und Ziegen bis hin zu Rindern und Pferden vertreten. Insgesamt weit über 250 Tiere! Auf dem Ballenberg gibt es auch Bauernhoftiere wie das Rätische Grauvieh oder die Stiefelziege zu bewundern, die heute vom Aussterben bedroht sind.
Um die Gebäude sind historische Bauerngärten, Wiesen und Felder angelegt, die mit
regionaltypischen Blumen, Kräutern, Obstbäumen, aber auch mit längst vergessenen oder ausgerotteten Gräsern, Getreidesorten und Unkrautarten bepflanzt sind. Neben der historischen Drogerie konnte man einen medizinischen Kräutergarten begutachten. Hier findet man sicher fast für jedes Gebresten ein Kräutlein.
Am späteren Nachmittag traf man sich beim Osteingang zu einer kleinen Erfrischung, um anschliessend die Heimreise anzutreten. Und so traf gegen Abend eine etwas müde, aber sehr zufriedene Gesellschaft im Urnerland ein.
Fasnächtliches Treiben im Kolping
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An der diesjährigen Fasnacht unseres Vereins blieben keine Gelenke steif und keine Lachmuskeln trocken. Ob jung, „alt“, kostümierte oder maskiert, alles schwenkte das Tanzbein zu den lüpfigen Klängen der Kappelle Echo vom Geissriggä. Etliche Schweißtropfen wurden abgewischt und manche Tänzerin und mancher Tänzer fühlte sich wie zu früheren Zeiten. Die Stimmung war super! Dem Motto “Anno dazumal“ entsprechend verkleidete Mitglieder und originelle Masken bildeten das i -Tüpfchen. Wir freuen uns jetzt schon auf die nächste Fasnacht.
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Ausflug auf die Blumeninsel Mainau
Der diesjährige Vereinsausflug führte auf die sehr reizvolle Insel Mainau im Bodensee. Die Chauffeure Toni Bissig und Walti Zgraggen führten die muntere und fröhliche Schar sicher durch die Lande. Ihre besonnene und vorausschauende Fahrweise machte die Reise für alle zu einem Genuss.
Der Kaffeehalt in der Raststätte Kemptthal diente der Stärkung für den Rest der Anreise. Zu unserer Überraschung spendete eine liebe Mitreisende den Kaffee und die Gipfeli. Danke vielmals!
Auf der Mainau durchstreiften wir die wunderbaren Anlagen und entdeckten immer wieder neue interessante Gewächse. Aber auch die Bauten beeindruckten sehr. Das Mittagessen wurde uns im Comturey-Keller serviert. Der historische Gewölbekeller stammt aus der Zeit des Deutschritterordens. Bei der flotten und aufmerksamen Bedienung mundete das schmackhafte Menu allen sehr, und sämtliche Desserts fanden Abnehmer. Scheint’s soll jemand gleich drei Desserts verspiesen haben.
Am Nachmittag stand auch noch eine Führung und Degustation in der Mainau Schnapsbrennerei auf dem Programm. Der Brennmeister erklärte den ganzen Prozess von der Obsternte bis zum fertigen Destillat und gab viel von seinem Fachwissen preis. Er wies auch auf die Probleme hin, mit denen das Brenngewerbe zu kämpfen hat, wobei die EU-Vorschriften immer einschränkender werden und mit strengen Kontrollen durchgesetzt werden. Zur Krönung der Führung durften nun einige Spezialbrände degustiert werden, so auch Mirabellen- und Zibartenschnaps. Die Zibarte ist eine wilde Bergpflaume, die unter anderem im Schwarzwald und auf der Mainau und deren Umgebung vorkommt. Es handelt sich um eine unveredelte Urpflanze.
Es gab auch sonst noch viel Interessantes zu sehen, so dass die Entscheidung oft schwer fiel, was man nun genauer oder nur im Vorbeigehen bewundern wollte.
In voller Blütenpracht zeigten sich die Dahlien, die nicht nur von uns, sondern auch von den Bienen aus dem nahen Schaubienenstand besucht wurden. Ein Riesenzwerg und ein grosser Pfau, beide ganz mit Blumen konstruiert, konnte man am besten aus einer gewissen Distanz bewundern. Ein Höhepunkt bedeutete der Rundgang durch das Schmetterlingshaus. Man konnte mehr als 25 Arten farbenprächtige, frei fliegende tropische Tagfalter bestaunen. Auch das Palmenhaus war einen Besuch wert. Mehr als 20 verschiedene Palmenarten und eine wertvolle Exotensammlung waren hier zu sehen. Auf dem Weinlehrpfad werden einem heimische und Reben aus aller Welt vorgestellt, alte Sorten und moderne Züchtungen. Im Arboretum erlebten wir das einzigartige Parkerlebnis, das nur die Mainau zu bieten hat. Hier liess es sich lustwandeln unter riesigen Mammutbäumen, Atlas- und Libanonzedern oder mächtigen Tulpenbäumen.
Weitere Höhepunkte boten die Brunnenarena, der Rosengarten oder die italienische Blumen-Wassertreppe. Aber auch die Gebäude auf der Insel hatten ihren Reiz, so das imposante Barockschloss, die Schlosskirche St. Marien oder der Gärtnerturm. Die Schlosskirche ist eine sehr beliebte Hochzeitskirche und im Gärtnerturm konnte man einer Multivision beiwohnen. Die Schau zeigt mit eindrücklichen Bildern die Schönheit der Bodenseelandschaft und deren Zukunftsperspektiven auf. Wir konnten diese Schönheiten in Natura geniessen, denn das Wetter zeigte sich von der angenehmen Seite.
Zum Schluss begaben wir uns durch die Metasequoia-Allee. Diese Bäume sind eine botanische Sensation. Die Metasequoia, auch chinesisches Rotholz genannt, galt als ausgestorben und war nur noch als Versteinerung bekannt. Nach der Wiederentdeckung wurde sie auf der Mainau angepflanzt und ist nun zu einer imponierenden Grösse herangewachsen.
Nach einer Rast im Inseltreff machten wir uns auf die Heimreise. Und gegen Abend gelangte eine etwas müde aber sehr zufriedene Gesellschaft im Urnerland an, tief beeindruckt vom Erlebten.
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