Ausflug auf die Blumeninsel Mainau

Der diesjährige Vereinsausflug führte auf die sehr reizvolle Insel Mainau im Bodensee. Die Chauffeure Toni Bissig und Walti Zgraggen führten die muntere und fröhliche Schar sicher durch die Lande. Ihre besonnene und vorausschauende Fahrweise machte die Reise für alle zu einem Genuss.

Der Kaffeehalt in der Raststätte Kemptthal diente der Stärkung für den Rest der Anreise. Zu unserer Überraschung spendete eine liebe Mitreisende den Kaffee und die Gipfeli. Danke vielmals!
Auf der Mainau durchstreiften wir die wunderbaren Anlagen und entdeckten immer wieder neue interessante Gewächse. Aber auch die Bauten beeindruckten sehr. Das Mittagessen wurde uns im Comturey-Keller serviert. Der historische Gewölbekeller stammt aus der Zeit des Deutschritterordens. Bei der flotten und aufmerksamen Bedienung mundete das schmackhafte Menu allen sehr, und sämtliche Desserts fanden Abnehmer. Scheint’s soll jemand gleich drei Desserts verspiesen haben.

Am Nachmittag stand auch noch eine Führung und Degustation in der Mainau Schnapsbrennerei auf dem Programm. Der Brennmeister erklärte den ganzen Prozess von der Obsternte bis zum fertigen Destillat und gab viel von seinem Fachwissen preis. Er wies auch auf die Probleme hin, mit denen das Brenngewerbe zu kämpfen hat, wobei die EU-Vorschriften immer einschränkender werden und mit strengen Kontrollen durchgesetzt werden. Zur Krönung der Führung durften nun einige Spezialbrände degustiert werden, so auch Mirabellen- und Zibartenschnaps. Die Zibarte ist eine wilde Bergpflaume, die unter anderem im Schwarzwald und auf der Mainau und deren Umgebung vorkommt. Es handelt sich um eine unveredelte Urpflanze.

Es gab auch sonst noch viel Interessantes zu sehen, so dass die Entscheidung oft schwer fiel, was man nun genauer oder nur im Vorbeigehen bewundern wollte.
In voller Blütenpracht zeigten sich die Dahlien, die nicht nur von uns, sondern auch von den Bienen aus dem nahen Schaubienenstand besucht wurden. Ein Riesenzwerg und ein grosser Pfau, beide ganz mit Blumen konstruiert, konnte man am besten aus einer gewissen Distanz bewundern. Ein Höhepunkt bedeutete der Rundgang durch das Schmetterlingshaus. Man konnte mehr als 25 Arten farbenprächtige, frei fliegende tropische Tagfalter bestaunen. Auch das Palmenhaus war einen Besuch wert. Mehr als 20 verschiedene Palmenarten und eine wertvolle Exotensammlung waren hier zu sehen. Auf dem Weinlehrpfad werden einem heimische und Reben aus aller Welt vorgestellt, alte Sorten und moderne Züchtungen. Im Arboretum erlebten wir das einzigartige Parkerlebnis, das nur die Mainau zu bieten hat. Hier liess es sich lustwandeln unter riesigen Mammutbäumen, Atlas- und Libanonzedern oder mächtigen Tulpenbäumen.
Weitere Höhepunkte boten die Brunnenarena, der Rosengarten oder die italienische Blumen-Wassertreppe. Aber auch die Gebäude auf der Insel hatten ihren Reiz, so das imposante Barockschloss, die Schlosskirche St. Marien oder der Gärtnerturm. Die Schlosskirche ist eine sehr beliebte Hochzeitskirche und im Gärtnerturm konnte man einer Multivision beiwohnen. Die Schau zeigt mit eindrücklichen Bildern die Schönheit der Bodenseelandschaft und deren Zukunftsperspektiven auf. Wir konnten diese Schönheiten in Natura geniessen, denn das Wetter zeigte sich von der angenehmen Seite.

Zum Schluss begaben wir uns durch die Metasequoia-Allee. Diese Bäume sind eine botanische Sensation. Die Metasequoia, auch chinesisches Rotholz genannt, galt als ausgestorben und war nur noch als Versteinerung bekannt. Nach der Wiederentdeckung wurde sie auf der Mainau angepflanzt und ist nun zu einer imponierenden Grösse herangewachsen.
Nach einer Rast im Inseltreff machten wir uns auf die Heimreise. Und gegen Abend gelangte eine etwas müde aber sehr zufriedene Gesellschaft im Urnerland an, tief beeindruckt vom Erlebten.