Generalversammlung 2016

Dank UKB Jubiläum kann visionäres Projekt realisiert werden

Der schweizweit erste Hör- und Erlebnisweg wird am 18. Juni eröffnet. Mit dieser Pionierleistung macht sich  der Verein pro audito uri ein nachträgliches Jubiläumsgeschenk. Vorstand und Vereinsmitglieder leisten über 1200 Stunden Freiwilligenarbeit im Dienste der Hörbehinderten.

Präsidentin Irena Zurfluh begrüsst am Samstag 2. April im  Kolpinghaus 43 Vereinsmitglieder und zwei Gäste zur  77. Generalversammlung von pro audito uri.

Dankbar und stolz kann sie auf ein sehr erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken. Die Verständigungs-Trainingskurse im Frühjahr und Herbst stossen weiterhin auf grosses Interesse.  Auch die verschiedenen Begegnungsanlässe werden geschätzt und sind gut besucht. « Ich habe viele begeisterte Rückmeldungen auf den neuen Internetauftritt des Vereins erhalten. Wir werden uns weiterhin bemühen, die modernen Medien für die wichtige Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. Dank Internet können wir besser und schneller informieren und auf unser vielseitiges Dienstleistungsangebot aufmerksam machen! »schwärmt die Präsidentin.

Ab 2016 führt neu der Verein im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherung den Beratungsstützpunkt an der Bahnhofstrasse 12 in Altdorf. Im Beratungsstützpunkt wurden von der Präsidentin und Frau Claudia Elsener  über 250 Beraterstunden für Hörbehinderte geleistet. Über 10 Prozent der Schweizerbevölkerung leiden unter Hörproblemen und trotzdem bin ich oft erstaunt, mit wie wenig Verständnis auf berechtigte Anliegen von Hörbehinderten reagiert wird. Gerade als betroffene Person mit Hörproblemen ist es wichtig, dass ich mich für Verbesserungen im Zusammenhang mit Hörproblemen engagiere!» meinte die Präsidenten nachdenklich und machte nochmals auf die Dienstleistungen des Vereins aufmerksam.

Hör- und Erlebnisweg als schweizerische Pionierleistung.

Sichtlich bewegt  erwähnte die Präsidentin den grossartigen Erfolg  beim  Projektwettbewerb der UKB. Ihr visionäres Projekt Hör- und Erlebnisweg wurde mit dem Höchstbeitrag von Fr. 100.000 ausgezeichnet. Mit diesem finanziellen Polster und dank grosszügiger Unterstützung vieler grösserer und kleinerer Sponsoren ist die Umsetzung ihrer visionären Idee auf gutem Wege. « Ich freue mich auf den Spatenstich und dann auf die offizielle Eröffnung am 18. Juni.

Hätte ich gewusst auf was ich mich da einlasse, ich weiss nicht ob ich den Mut gehabt hätte, das Projekt zu starten. Aber jetzt weiss ich, der Einsatz hat sich gelohnt. Sie hofft, dass der erste Hör-und Erlebnisweg der Schweiz viele interessante Begegnungen ermöglicht und  für den Zusammenhang von Hören und Leben sensibilisiert.

Gesunde Finanzen / digitale Kommunikation

Die Vereinsrechnung schliesst mit Einnahmen von Fr. 31`000.- wegen der Projektkosten mit Mehrausgaben von  Fr. 2`000`.- ab. Das Vereinsvermögen beträgt rund Fr. 58`000.- Auf Grund der guten Finanzlage wird auf eine Erhöhung des Mitgliederbeitrags verzichtet.

Der Verein zählt 203 zum Teil sehr aktive Mitglieder, die 2015 insgesamt über 1200  Stunden Freiwilligenarbeit leisteten. Da vermehrt auf die digitale Kommunikation gesetzt wird, sollen die Vereinsmitglieder vermehrt per Mail informiert werden. Die treuen, meist jahrelang tätigen « Briefverteiler» bekommen immer weniger Arbeit.

Die Vorstandsmitglieder werden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt und  Rechnungsrevisor Erwin Aschwanden verdankt im Namen der Mitglieder die grosse Arbeit des Vorstandes.

Mit einer feinen , originellen Urner Pastete bedankte sich die Präsidentin  bei einigen stillen Helfern im Hintergrund.

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Jahre- oder jahrzehntelang haben diese Mitglieder die Vereinspost an die Mitglieder verteilt. Von links ; Christina Walker, Margrith Scheiber, Irena Zurfluh Präsidentin, Toni Bissig, Milo Walker und Adolf Betschart.

Gemeinderätin Cordelia Dal Farra überbringt die Grüsse des Gemeinderates und dankt  dem Verein und ganz besonders dem Vorstand und der Präsidentin für ihren grossen Einsatz für Menschen mit einer Behinderung. Als Zeichen der Wertschätzung für den riesigen Einsatz des Vereins wird sich die Gemeinde Altdorf auch finanziell an den Kotsen des Projekts Hör- und Erlebnisweg beteiligen.  Mit dem passenden Spruch: « Unsere Hauptaufgabe ist nicht zu sehen, was unscharf in der Ferne liegt, sondern zu tun, was unmittelbar vor uns liegt ,schliesst die Präsidentin die interessante Jahresversammlung und lädt alle zum obligaten Menue « Gschwelti mit Chäs»  ein.

Die gemeinderätliche Kaffeerunde wird mit Applaus verdankt.