Maiandacht 2012

pro audito uri feierte die diesjährige Maiandacht im Frauenkloster St. Karl mit einer Frauengruppe aus Zürich. Der Anlass bot die Gelegenheit zu gegenseitigen Kontakten und einem regen Gedankenaustausch. Ein geschichtlicher Exkurs und eine Führung durch einen Teil des ehemaligen Frauenklosters eröffneten das Treffen.

Nachdem auch für das leibliche Wohl gesorgt war, führte die gemeinsame Maiandacht zum krönenden Abschluss dieses einmaligen Zusammen- sein.

Die Überraschung war perfekt. Am Dienstag 8. Mai trafen über 40 Mitglieder des katholischen Frauenvereins St. Franziskus aus Zürich Wollishofen beim ehemaligen Frauenkloster St. Karl ein. Nach der herzlichen Begrüssung durch die Präsidentin Irena Zurfluh-Müller, erzählte Max Renggli interessante und den meisten unbekannte Tatsachen aus der langen Geschichte des Kapuzinerinnenklosters. So wussten die wenigsten, dass das Kloster im Jahre 1608 von Jakob Plätteli in Attinghausen gegründet wurde. Erst nach dem Brand von 1676 zogen die Nonnen nach Altdorf, wo sie bis zur Auflösung des Klosters vor einigen Jahren segensreich wirkten. Heute sorgt eine Stiftung dafür, dass die Räume und die Aussenanlagen sinnvoll genutzt werden. Die anschliessende Führung gestattete einige Einblicke in sonst nicht öffentlich zugängliche Räume und Aussenanlagen.

Nach diesem Blick hinter die Kulissen begab sich die aufgestellte Schar ins Restaurant Kreuz und genoss das reichhaltige Zabigplättli.

Nachdem sich jegliche Hungergefühle verabschiedet hatten, war die Zeit für geistige Nahrung gekommen. Die von Diakon Ernst Walker und einigen Helfern gestaltete Maiandacht erfreute die Herzen der Gäste aus Zürich ebenso, wie diejenigen der „Eingeborenen„. Die sinnlichen Worte und Gebete und die voll Inbrunst gesungenen Marienlieder erquickten die Seelen aller Anwesenden. Die sanften Klänge des „Ave Maria„ regten zum Meditieren an und die Fürbitten und das „Gsätzli„ Rosenkranz schlossen auch diejenigen ein, die nicht teilnehmen konnten. Nach dem Segen und den Dankesworte der Präsidentin von Zürich, hiess es wieder Abschied nehmen und als Zeichen der Freundschaft erhielten alle Teilnehmenden eine Erinnerungskarte mit dem Foto einer geöffneten Rose und dem sinnvollen Spruch: „Es gibt keinen Mitmenschen, von dem wir nichts lernen können„, sowie ein „Schoggiherzli„ zur Versüssung des Abschieds.

Adolf Betschart, Aktuar