NEAT-Führung

Der Einladung: „Wir fahren in den Gotthard-Basistunnel“, folgten 15 Frauen und Männer unseres Vereins. Und niemand hat es bereut. Im Gegenteil! Die interessanten und fundierten Ausführungen von Ruedi Sommer und seinem Kollegen Ernst Okle liessen das miese Regenwetter für einige Stunden vergessen. Durch informative und kurzweilige Filmeinlagen und Erläuterungen bei den aufschlussreichen Informationstafeln erhielten die Teilnehmenden Einblick in den Bau dieses gewaltigen Bauwerkes.

Durch den Zugangsstollen in Amsteg ging es schliesslich in die Nähe der Weströhre. An diese Stelle führt auch der Kabelstollen vom SBB-Kraftwerk Amsteg zu den Tunnels. Es konnte Anhand eines Musterabschnittes der Einbau der Fahrbahn und der Bahntechnik anschaulich betrachtet werden. Anschliessend führte der Rundgang über ein Gerüst über die Tunneldecke der Weströhre und weiter in einen Querschlag. Der Gotthard-Basistunnel besteht aus zwei 57 km langen Einspurröhren. Diese sind alle 325 Meter durch Querschläge miteinander verbunden. Die Querschläge dienen nebst bahntechnischen Schaltkästen im äussersten Notfall auch als Fluchtraum. Nach Möglichkeit wird jedoch ein Zug entweder aus dem Tunnel gefahren oder bis zu einer Multifunktionsstelle vorgezogen. Bei diesen befindet sich auch ein Spurwechsel, und zudem können hier die Reisenden besser evakuiert werden.

Nachdem alle Fragen der sehr interessierten Teilnehmer beantwortet waren, ging es wieder ans Tageslicht zurück. Besten Dank an die kompetenten Fachleute, die es den hörbeeinträchtigten Besuchern ermöglichten, dieses immense Bauwerk im Massstab 1:1 zu besichtigen. Dank der deutlichen und präzisen Aussprache konnten alle den Ausführungen ohne weitere Hilfsmittel folgen. Dies war ein weiterer Pluspunkt der Besichtigung. Ein besonderer Dank gilt auch Walti Zgraggen, welcher diesen Anlass vorgeschlagen und auch gleich organisiert hat.

Adolf Betschart, Aktuar