Wanderung Bauen – Isenthal

Bei herrlichem aber auch heissem Sommerwetter trafen sich 15 wanderlustige Freunde von pro audito Uri und Zug, um den tollen Aussichtspunkt Bärchi zu erklimmen. Etwas oberhalb von Bauen begrüsste Max Renggli die Wanderlustigen mit einem geschichtlichen Exkurs. So stellte der Weg nach Bärchi und Isenthal früher den offiziellen Landweg von Seelisberg über Bauen und Isenthal nach Seedorf dar, wenn der Seeweg zu gefährlich gewesen sei. Was für eine Anstrengung dies bedeutete, stellten vor allem die noch nicht so trainierten Wanderer fest. Denn selbst im schattigen Wald trieb es den Wandergesellen den Schweiss nur so aus den Poren und nach etlichen Verschnaufpausen, die auch dem Flüssigkeitsnachschub dienten, erreichte die Wandergruppe nach einem letzten Kraftakt die vordere Bärchi.

Diese wunderbare Aussicht auf den Urnersee und die Berge lohnte die Mühe um ein Vielfaches. Das beeindruckende Panorama reichte von der Rigi Hochfluh über Engelstock, Mythen, Fronalpstock und eine ganze Anzahl Urnerberge bis zum Grenzberg zu Nidwalden, zum Niederbauen.

Nun trat auch der Grillmeister in Aktion und die mitgebrachten Fleischstücke und Würste brutzelten auf dem Feuer. Der feine Duft lockte Bärcherlers Hund und zwei Katzen an, sie wollten auch an den Köstlichkeiten teilhaben. Ein Teilnehmer war so überwältigt von der Aussicht und dem Picknick, dass er sich nach über einer Stunde des Genusses, erbleicht, wie ein weisses Leintuch, in den Schatten legen musste. Dank der guten Betreuung kam er wieder auf die Beine und ein Isenthaler Bauer, der eh ins Dorf fuhr, chauffierte ihn mit zwei Begleiterinnen zu Tale. Der Rest der Gruppe nahm den halbstündigen Weg ins Dorf zu Fuss in Angriff.

Zum Ausklang fand sich die Gruppe in einem Gartenrestaurant in Isenthal ein. Es wurde nochmals geplaudert, von heute und früher erzählt und der Durst gelöscht. Ein Heer von Fliegen belästigte nicht nur die Ziegen nebenan, sondern wollte auch an unseren Tischen dabei sein. Dies konnte niemanden betrüben und schon bald hiess es Abschied nehmen, in der Hoffnung, dieser traditionelle und kameradschaftliche Anlass mit unseren lieben Zuger Freunden bleibe uns erhalten.

Adolf Betschart
Aktuar (und kurzzeitiges Bleichgesicht)